miércoles, 17 de septiembre de 2014

Emilio Botín ist tot

11.09.2014 - Meike von Lojewski / Madrid für Deutsche 

Er war aus der Finanzwelt nicht wegzudenken, machte die Banco Santander zur grössten Bank der Eurozone und steuerte sie auch in der spanischen Wirtschaftskrise sicher ohne staatliche Geldspritzen: Emilio Botín. In der Nacht auf Mittwoch erlag der aus Santander stammende Banker einem Herzinfarkt und verstarb mit 79 Jahren in Madrid. Er hinterlässt seine Frau und sechs Kinder.

Die Botíns sind die bekannteste Bankiersfamilie Spaniens. Emilio Botíns Urgrossvater war 1857 einer der neun Gründungsmitglieder der Bank. Er selber begann dort mit 24 Jahren zu arbeiten und wurde bereits sechs Jahre später zum Generaldirektor befördert. Seit 1986 bekleidete er das Präsidentenamt, das er von seinem Vater übernahm. Er entwickelte die Banco Santander von einem kleinen lokalen zu einem internationalen Institut mit gut 200.000 Mitarbeitern. Botín warb mit deutlich höheren Guthabenzinsen und deutlich geringeren Darlehenszinsen als seine Konkurrenten und wuchs so zu Lasten seiner Wettbewerber.
1993 übernahm die Banco Santander die Grossbank Banesto, 1999 folgte die Fusion mit der Banco Central Hispano. Nach langen Auseinandersetzungen zwischen den ursprünglich gleichberechtigten Unternehmen gelang es Botín auch hier, das Ruder an sich zu reissen und wieder unter dem alleinigen Namen “Banco Santander” zu firmieren. Die Expansion ins Ausland, vor allem nach Europa und Südamerika, aber auch die Übernahme einiger britischer Finanzhäuser machte das Unternehmen auch weltweit zu einer der grössten Banken.
Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy sagte, der Tod Botíns sei für ihn "ein Schlag" und "eine Überraschung". Doch auch wenn Botín eine grosse Lücke in der Finanzwelt hinterlassen wird, werden bereits an diesem Mittwoch die Spitzen der Bank tagen und seinen Nachfolger nominieren, hieß es in einer kurzen Meldung an die Aufsichtsbehörden. Als aussichtsreiche Kandidatin wird seine Tochter Ana Botín gehandelt. Sie verantwortet derzeit das britische Geschäft der Bank.

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